„Darf ich Platz nehmen?“ – eine Blogparade des #bks11 – Platz da für die Liebe

Der #bks11 dreht mal wieder mit allen willigen Schreibfreund*innen eine Runde um die Blogs und dieses Mal wird dabei auf facettenreiche kreative Weise Mia Nachtschreiberins Frage „Darf ich Platz nehmen?“ diskutiert.

Mein Beitrag dazu ist obiges Gedicht. Ich habe es bereits vor vielen Jahren geschrieben, aber angesichts der Tatsache, dass derzeit so viele Menschen Platzanweiser spielen und meinen zu wissen, wer wo welchen Platz hätte oder eben nicht…

Eine Freundin von mir wurde letztens auf Facebook beschimpft, weil sie jemandem die berechtigte Frage gestellt hatte, wozu es denn bitte gut sei, wieder und wieder diese Vorurteile pushenden, Angst und Hass schürenden Posts zu teilen. Dass das alles ja die Wahrheit sei und sie einfach nur keine Ahnung habe, war noch das Netteste, was sie da zu lesen bekam…

Unter einem Artikel zur derzeitigen Flüchtlingspolitik musste ich zwischen einer Überzahl (!) an wegen unangemessener Äußerungen gelöschten Kommentare lesen, dass jemand, der sich mit seiner Familie auf so ein überfülltes Boot setzt, doch selber schuld sei, wenn alle dabei drauf gehen… (Das war dann offenbar noch nicht unangemessen genug?)

Ich jedenfalls spüre da ein vages zunehmendes Entsetzen und ich frage mich wiederholt, wo bleibt denn da bitte das Mitgefühl? Wollen wir wirklich so sein? Wollen wir wirklich zulassen, dass Angst und Hass und Vorurteile so viel Platz in unserer Welt, in unserem Leben einnehmen?

Wie wäre es denn stattdessen mit einem beherzten „Platz da für die Liebe“?!

Mir würde das gefallen!

Also ziehe ich einem alten, aber aktuellen Gedicht einen hübschen frischen Pulli an und schicke es erneut gen Himmel, in die Welt…

„Das eine Gebet: Ich bin die Liebe!!!“

 

 

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5 Gedanken zu “„Darf ich Platz nehmen?“ – eine Blogparade des #bks11 – Platz da für die Liebe”

  1. Liebe Mo,
    vielen Dank für dieses Wörterglitzern am Sternenhimmel. „Liebe – verzweifelt gebraucht“…
    Dabei hat jeder Mensch davon genug in ihrer und seiner Hand, um davon zu geben und zu empfangen. Oder ist das alles nur ein Traum?

    Herzliche Grüße
    Ulrike

    Gefällt 1 Person

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